Wie Muna Duzdar, Staatssekretärin für Diversität, Öffentlichen Dienst und Digitales, am 30. Aug. bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben hat, wird ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit die Beratungsstelle #GegenHassimNetz betreiben. Die Beratungsstelle ist als niederschwellige Anlaufstelle konzipiert, die Opfer und Zeug*innen von Hasspostings, Cyber Mobbing und anderen Formen von verbaler und psychischer Gewalt im Internet dabei unterstützt, sich dagegen zu wehren. Dabei geben die juristisch und psychosozial geschulten Mitarbeiter*innen eine Ersteinschätzung zum gemeldeten Inhalt ab und beraten die betroffenen Personen zu möglichen weiteren Schritten.

Bedarf für die Beratungsstelle gibt laut der vom Institut für Strategieanalysen (ISA) erstellten Studie „Digitalmonitor Welle 1“ genug: So haben 68 % der befragten User*innen schon mindestens einmal Hasspostings gelesen. Die häufigste Reaktion darauf ist, diese Postings zu ignorieren (53 % der Befragten). Ein Drittel der Befragten meldet sie Moderatoren, ähnlich viele User*innen verlassen die Seite. Nur 11 % der Personen schreibt aktiv zurück. Von allen Befragten konnte nur ein Viertel eine Meldestelle für Hasspostings und Cyber Mobbing nennen.

Die Studie Digitalmonitor Welle 1

Aktueller Medienartikel zur Beratungsstelle #GegenHassimNetz

OTS-Aussendung zum Start der Beratungsstelle